FACHBERATER DER DEUTSCHEN SCHOLLE
Das Gartenjahr

Dezember und Januar Wenn starke Frostperioden wie im vergangenen Februar angekündigt werden, sollten winterharte, immergrüne Kübelpflanzen auf eine dicke Styroporplatte gestellt und dann gegossen werden, da sie nicht...

 

Februar Wenn der Schnee getaut, der Boden aber wieder gefroren ist, sodass man auf die Staudenbeete treten kann, ohne einzusinken, sollten die Stauden abgeschnitten werden. Die Samen sind von den Vögeln wi...

 

März Wenn kein Frost herrscht und die Rosen auszutreiben beginnen, wird es Zeit, sie zurückzuschneiden...

 

April Jetzt ist die Zeit, Stauden umzupflanzen. Rittersporn, Eisenhut, Margerite und Präriemalve sollten alle fünf bis sieben Jahre verpflanzt werden, da sie sonst immer schwächer werden. Abgesehen von ...

 

Mai Die ersten Frühblüher, Schneeglöckchen, Winterlinge, Märzbecher und Krokusse, sind verblüht; um im nächsten Jahr wieder eine gute Blüte zu haben, sollte man auf keinem Fall das Laub abschneiden, so...

 

Juni Nach den frostigen Nächten im Mai können endlich die Sommerblumen wie Tagetes gepflanzt werden. Um daran aber Freude haben zu können, sollte man sie gegen Schnecken schützen, die sie zum Fressen ge...

 

Juli und August Die Pilzkrankheiten der Rosen (s. Juniaustip) erfordern jetzt erhöhte Wachsamkeit, da die Gefahr einer Infektion immer mehr zunimmt; die Regel, Vorbeugen ist besser als Heilen, hat oberste Prioritä...

 

September Der Herbst naht mit schnellen Schritten - eine schöne Jahreszeit. Die tiefer stehende Sonne taucht Herbstblumen, Fruchtstände und Laub in ein schönes Licht und lässt Tau in Spinnweben funkeln. Aber...

 

Oktober Der Garten im Oktober Wer im nächsten Frühjahr blühende Tulpen und Narzissen haben möchte, sollte die Zwiebeln im Herbst in die Erde stecken. Leider erfreuen nicht nur wir uns an den Frühblühern! D...

 

November Der Garten im November Sträucher und Laubbäume stellen sich auf den Winter ein und verlieren ihr Laub, das dann den Boden bedeckt und manch einem viel Ärger und Arbeit bereitet. Natürlich muss das ...

 

Fachberater Blog

Fachberater Blog.
Geführt von Uwe und Margret Schmidt
Fachberater des Kleingärtnerverein "Deutsche Scholle e.V."



Der Fachberater

Samstag, 2. Januar 2016
Partnerwahl im Gemüsebeet

16.03.2016 19:00 Uhr im Vereinshaus anschließend Beantwortung von Fragen zum Thema.
Partnerwahl im Gemüsebeet
Partnerwahl im Gemüsebeet – wer verträgt sich mit wem, wer verträgt sich nicht!
Es gibt Pflanzen die vertragen sich und es gibt Pflanzen die tun es nicht.
Ein Vortrag von Margarete Schmidt

Mittwoch, 18. November 2015
Kohlhernie

Im letzten Jahr sind in einigen Gärten der Deutschen Scholle Fälle von Kohlhernie aufgetreten.
Kohlhernie ist die Bezeichnung für eine Pflanzenkrankheit, die durch einen einzelligen Pilz ausgelöst wird, der Kreuzblütengewächse, zu denen auch alle Kohlarten gehören, befällt.
Die Infektion erfolgt über Sporen, die ca. 10 Jahre im Boden überdauern können. Die Infektionsgefahr ist besonders in feuchten, verdichteten und sauren Böden sowie bei hoher Bodentemperatur (20 - 25 °C) groß. Der Pilz vermehrt sich in den Wurzeln des Kohls, wodurch es zu knollenartigen, fingerförmigen Wucherungen der Wurzeln kommt, in denen sich die widerstandsfähigen Dauersporen bilden, die auch nicht durch Kompostierung zerstört werden. Befallene Pflanzen kümmern, welken und sterben bei höheren Temperaturen und damit verbundenem Wassermangel ab. Sie müssen möglichst früh samt Wurzeln beseitigt und über den Hausmüll entsorgt werden. Da eine Übertragung der Sporen durch Werkzeug möglich ist, sollte dieses nach einem Kontakt gereinigt und desinfiziert werden. Da die Bekämpfung schwierig ist, sind - wie bei allen Pilzerkrankungen - vorbeugende Maßnahmen wichtig; dazu gehören das Einhalten der Fruchtfolge, d.h. nur alle vier Jahre Kohl auf der Fläche, Staunässe durch Drainieren verhindern, den Boden tiefgründig lockern und durch Kalken den pH-Wert auf 7 (neutral) halten sowie keinen fremden Kompost verwenden, in dem befallener Kohl entsorgt worden sein kann.
Bei Befall sollte eine mindestens sechs Jahre dauernde Anbaupause für Kohl und andere Kreuzblütler wie z.B. Kresse, Radieschen, Rettich, Senf oder Goldlack und Levkoje erfolgen, aber auch Wildkräuter wie das Hirtentäschelkraut dürfen nicht wachsen. Der Boden sollte tiefgründig gelockert und gekalkt werden, sodass ein pH-Wert von 7 – 7,5 erzielt wird. 14 Tage vor dem Pflanzen empfiehlt sich eine Düngung mit Kalkstickstoff (100 g / m⊃2 . Die Aufzucht der Jungpflanzen sollte im zeitigen Frühjahr in käuflichem und damit befallsfreiem Substrat erfolgen und die Pflanzen sollten mit möglichst großen Wurzelballen gesetzt werden (mehrmaliges Umtopfen).
Mittlerweile stehen zahlreiche Kohlsorten zur Verfügung, die wenig anfällig oder sogar resistent sind; problematisch ist nur, dass der Pilz in verschiedenen Rassen auftritt, die unter Umständen die Resistenzen umgehen.

Uwe Schmidt

Ältere Beiträge

Anmelden