Fachberater der Deutschen Scholle

Gehölz und Heckenschnitt

Grundsatz beim Heckenschnitt

Die in der Gartenordnung festgelegten Heckenhöhen sind nicht willkürlich festgelegt. Da die Kleingartenanlage ein öffentliches Naherholungsgebiet ist, müssen wir folgende Auflagen befolgen: Die Anlagen sollen zwischen Sonnenaufgang und – untergang offen und nicht abgeschlossen sein. Die Hecken an den Wegen sollen 1,20 m nicht überschreiten, damit auch Rollstuhlfahrer einen freien Blick in die Gärten haben. Ein Schutz vor Einbrüchen ist auch durch eine höhere und breitere Hecke nicht gewährleistet.
Immer wieder gibt es Diskussionen, wann und wie unsere Hecken geschnitten werden sollen und dürfen. Nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen der Stadt muss § 39 des Bundesnaturschutz-gesetzes beachtet werden:

(5) Es ist verboten,
1. die Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, Hochrainen und ungenutzten Grundflächen sowie an Hecken und Hängen abzubrennen oder nicht land-, forst- oder fischereiwirtschaftlich genutzte Flächen so zu behandeln, dass die Tier- oder Pflanzenwelt erheblich beeinträchtigt wird,
2. Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.

Was den Heckenschnitt anbetrifft, heißt das, dass der Zuwachs des Jahres nach Johanni (24. Juni) geschnitten werden darf und soll. Dann sind der Frühjahrsaustrieb und die Vogelbrut in der Regel vorbei. Dabei ist nur der frische Austrieb zu entfernen, denn laut Auskunft der Stadt gilt ein tieferer Schnitt als „…auf den Stock setzen“. Die Hecken dürfen nach dem Schnitt die in der Gartenordnung festgelegten Höhen nicht überschreiten. Möglichst sollen die Hecken schmal und konisch geschnitten sein, um eine gute Sonnenbestrahlung zu gewährleisten, das heißt z. B. unten 50 und oben 30 cm bei einer Höhe von max. 1,20 m. Natürlich muss auf evtl. vorhandene Nester mit Eiern oder Jungen geachtet werden. Der gleiche Schnitt soll bei beginnendem Laubfall im Herbst wiederholt werden. Sollten die Hecken verjüngt werden, ist dieser Schnitt in der Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar durchzuführen. Sollten die Hecken verjüngt werden ist dieser Schnitt in der Zeit vom 1. Oktober bis Ende Februar durchzuführen. Da jede Hecke auch minimal – gem. Auskunft der TH Osnabrück, Fakultät für Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur - von unten herauf wächst, sollte man alle paar Jahre einmal gut unter das festgelegte Maß schneiden.

Die Aussage zu den Bäumen gilt nicht für Bäume- speziell Obstbäume - innerhalb des Vereinsgeländes.
Bäume, die laut Bundeskleingartengesetz nicht in den Gärten wachsen dürfen, Wald- und Parkbäume, Walnussbäume und Gehölze, die gemäß ihres Wuchses nicht auf einer Höhe von 3,50 m gehalten werden können (z. B. Nadelbäume), können jederzeit entfernt werden, wenn sich in ihnen keine Nester mit Eiern oder Jungvögeln befinden.

Das Gartenjahr

Dezember und Januar Wenn starke Frostperioden wie im vergangenen Februar angekündigt werden, sollten winterharte, immergrüne Kübelpflanzen auf eine dicke Styroporplatte gestellt und dann gegossen werden, da sie nicht...

Februar Wenn der Schnee getaut, der Boden aber wieder gefroren ist, sodass man auf die Staudenbeete treten kann, ohne einzusinken, sollten die Stauden abgeschnitten werden. Die Samen sind von den Vögeln wi...

März Wenn kein Frost herrscht und die Rosen auszutreiben beginnen, wird es Zeit, sie zurückzuschneiden...

April Jetzt ist die Zeit, Stauden umzupflanzen. Rittersporn, Eisenhut, Margerite und Präriemalve sollten alle fünf bis sieben Jahre verpflanzt werden, da sie sonst immer schwächer werden. Abgesehen von ...

Mai Die ersten Frühblüher, Schneeglöckchen, Winterlinge, Märzbecher und Krokusse, sind verblüht; um im nächsten Jahr wieder eine gute Blüte zu haben, sollte man auf keinem Fall das Laub abschneiden, so...

Juni Nach den frostigen Nächten im Mai können endlich die Sommerblumen wie Tagetes gepflanzt werden. Um daran aber Freude haben zu können, sollte man sie gegen Schnecken schützen, die sie zum Fressen ge...

Juli und August Die Pilzkrankheiten der Rosen (s. Juniaustip) erfordern jetzt erhöhte Wachsamkeit, da die Gefahr einer Infektion immer mehr zunimmt; die Regel, Vorbeugen ist besser als Heilen, hat oberste Prioritä...

September Der Herbst naht mit schnellen Schritten - eine schöne Jahreszeit. Die tiefer stehende Sonne taucht Herbstblumen, Fruchtstände und Laub in ein schönes Licht und lässt Tau in Spinnweben funkeln. Aber...

Oktober Der Garten im Oktober Wer im nächsten Frühjahr blühende Tulpen und Narzissen haben möchte, sollte die Zwiebeln im Herbst in die Erde stecken. Leider erfreuen nicht nur wir uns an den Frühblühern! D...

November Der Garten im November Sträucher und Laubbäume stellen sich auf den Winter ein und verlieren ihr Laub, das dann den Boden bedeckt und manch einem viel Ärger und Arbeit bereitet. Natürlich muss das ...

Fachberater Blog

Fachberater Blog.
Geführt von Uwe und Margret Schmidt
Fachberater des Kleingärtnerverein "Deutsche Scholle e.V."

Der Fachberater

Mittwoch, 18. November 2015
Rhododendron

Rhododendron – Zikaden übertragen einen Pilz, der die Knospenbräune verursacht, sodass die Blütenknospen während der Herbst- und Wintermonate verbräunen. Vorbeugung: Weniger anfällige Züchtungen wie Repens - und Williamsianum – Hybriden verwenden. Bekämpfung: Zur Bekämpfung des Schadpilzes sollten zum einen die infizierten Knospen frühzeitig entfernt werden, zum anderen sollten die Zikaden möglichst als frischgeschlüpfte Larven Ende Mai mit einem Insektizid bekämpft werden, da sie dann noch sehr anfällig sind. Die Bekämpfung muss bei erneutem Zikadenbefall u.U. mehrmals wiederholt werden.

Mittwoch, 18. November 2015
Kübelpflanzen

Eisenmangel ( Chlorose ) wird durch die Gelbfärbung der Blätter sichtbar, wobei die Blatt-adern grün bleiben. Auftreten kann Eisenmangel bei fast allen Balkon – und Kübelpflanzen wie Petunien oder Engelstrompeten, wenn die Erde überkalkt oder zu stark mit Phosphat gedüngt wurde. Vorbeugung: Gießen mit Regenwasser ( weich bzw. kalkarm ) und Verwendung von
eisenhaltigem Volldünger, ggf. als Flüssigdünger.
Bekämpfung: Bei akuter Chlorose hilft eine Blattdüngung mit speziellen Eisendüngern.

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